Im Lichte der Provence

Von der römischen Antike bis heute

TERMIN: 22.06.20 - 27.06.20
Im Lichte der Provence

Wer an die Provence denkt, sieht vor seinem geistigen Auge herrliche Platanenalleen, ausgedehnte Lavendelfelder und das strahlende Tiefblau des Himmels. Van Gogh und Cezanne zählen zu den berühmtesten Künstlern, die in dieser Region des Lichtes wegen gearbeitet haben und uns in zahlreichen Museen mit ihren Gemälden erfreuen. Nicht zuletzt lässt einen auch der Duft der provenzalischen Kräuter ins Schwärmen geraten, der den Reisenden begleitet, die köstlichen Speisen abrundet und selbst in manchen Weinen wiederzufinden ist.

Oft vergisst man dabei, dass ein Teil der Provence bereits von den Griechen besiedelt wurde, die mit den einheimischen Kelten regen Handel trieben und großartige Siedlungen hinterließen. Noch beeindruckender allerdings und in erstaunlich gutem Zustand sind die architektonischen Hinterlassenschaften der Römer, die sich seit 125 v. Chr. dieser Gegend annahmen.

Möchte man römische Baudenkmäler bewundern, dann sollte man einmal nicht nach Rom, sondern in die Provence fahren. Hier werden wir Ihnen hervorragend erhaltene Zeugnisse der römischen Architekturgeschichte und ihrer stilgebenden Auswirkung auf die romanische Sakralkunst zeigen.

All diese erstrangigen Sehenswürdigkeiten, deren Großteil heute zum Weltkulturerbe der Menschheit gehört, sind eingebettet in eine der anmutigsten französischen Landschaften unter der südlichen Sonne.

Untergebracht sind Sie im erstklassigen *****Hotel d’Europe, einem noblen Palais aus dem 16. Jh., an einem der schönsten Plätzen der einstigen Papststadt Avignon.

Von dort aus unternehmen wir jeden Tag einen Ausflug mit dem Bus zu den Highlights der Region, in Orange, Arles, Nîmes, Pont du Gard und schließlich ins Luberon.

Natürlich werden wir in Avignon anfangen. Die historische Altstadt wird noch heute von der Stadtmauer  aus dem zwölften Jahrhundert umgeben. Neben vielen Kirchen und mittelalterlichen Gebäuden ist der Papstpalast die wohl aufsehenerregendste Sehenswürdigkeit der Stadt, zusammen mit dem oft besungenem Pont d’Avignon über die Rhône.

Am Nachmittag werden wir dann das römische Theater in Orange besichtigen. Es wurde im ersten Jahrhundert nach Christus errichtet und befindet sich heute noch in einem erstaunlich guten Erhaltungszustand, ebenso wie das Monumentaltor an der Straße nach Lyon.

Nach der Besichtigung dieser faszinierenden Zeugnisse der Antike widmen wir uns den kulinarischen Genüssen der Region und fahren ins berühmte Weinbaugebiet Châteauneuf-du-Pape. Nach der Übersiedlung der Päpste nach Avignon 1309 wurde auch der Weinanbau in der ganzen Region intensiviert. Die Weinflaschen tragen heute noch die aufgeprägten päpstlichen Symbole: Schlüssel und Tiara.

Im renommierten Chateau La Nerthe werden wir hervorragende Weine degoutieren und die spektakulären historischen Keller aus dem 16. Jh. besichtigen. In einem hervorragenden Restaurant oberhalb des hübschen Ortes lassen wir den Tag mit einem köstlichen Abendessen ausklingen.

Am nächsten Tag steht Arles auf dem Programm. Das ehemalige Arelate war zu römischer Zeit ein bedeutender Handelsplatz, mit einem beeindruckenden Amphitheater. Heute bietet es 25.000 Menschen Platz und wird als Stierkampfarena genutzt. Ein ausführlicher Stadtrundgang auf den Spuren van Goghs wird uns darüber hinaus zur Arena, den Constantin Thermen, sowie der romanischen Kathedrale St. Trophime führen, an deren Fassade sich das Fortleben römischer Antike in beeindruckender Weise ablesen lässt.

Nîmes ist jene Stadt der Provence mit dem wohl umfangreichsten römischen Erbe. Aus dem keltischen Ort Nemoz und dem späteren römischen Nemausus  hat sich das inzwischen moderne Nîmes entwickelt. Abgesehen von der Arena gilt vor allem die unter Augustus entstandene Maison Carrée als stilistisch reinster und besterhaltener Tempel, der die römische Zeit überdauert hat. Heute beherrscht er den Platz  in seiner klassischen Schönheit gegenüber dem von Norman Forster errichteten Kulturzentrum Carré d’Art als spannendes architektonisches Wechselspiel zwischen Antike und Moderne. Ebenso kontrastiert das 2018 eröffnete Musée de la Romanitè in unmittelbarer Nachbarschaft zur römischen Arena. Die französisch-brasilianische Architektin Elizabeth de Portzamparc hat ein Gebäude entworfen, welches durch eine Fassade, die wie drapiert erscheint, an eine römische Toga erinnert und mit einem Mosaik aus tausenden von Glasplättchen überzogen ist. Hier werden wir nicht nur die wertvollsten Zeugnisse der gallorömischen Antike in einer perfekten Inszenierung bewundern können, sondern auch in der hervorragenden Brasserie auf der Dachterrasse, mit sensationellem Blick auf die römische Arena, köstliche Gerichte genießen, die berühmte französische Sterneköche extra dafür entwickelt haben.

Nachmittags geht es weiter zum Pont du Gard, einem der imposantesten und gut erhaltenen Aquädukte der Römer. Es  führt über den Gardon inmitten einer wildromantischen Landschaft und wurde früher zur Wasserversorgung der Stadt Nîmes benutzt.

Eingebettet in Lavendelfeldern erhebt sich das beeindruckende Ensemble des Zisterzienserklosters von Sénanque, das wir uns am letzten Tag anschauen werden. Man spürt noch heute die kraftvolle Ruhe und Spiritualität, die von diesem Ort ausgeht. Nach der Besichtigung geht es weiter durchs Luberon in Richtung Roussillon, wo wir unterwegs noch die Gelegenheit haben werden, die Bories, mörtellose, archaische Steinhäuser, zu bewundern. Bei Roussillon, nahe der Ortschaft Rustrel kann man einen kleinen Spaziergang vorbei an beeindruckenden Ockersteinbrüchen mit ihrem einzigartigen Farbspiel unternehmen.

Am Abend wird uns das renommierte Restaurant Gastronomique unseres Hotels eine letzte überzeugende Kostrprobe der besten provenzalischen Küche offerieren.

Am nächsten Morgen machen wir auf dem Weg zum Flughafen Marseille einen Stop in Aix-en-Provence, der historischen Hauptstadt der Provence und heimlichen Lieblingsstadt der Pariser. Das mediterrane Klima prägt die Atmosphäre der ganzen Stadt und den Charakter ihrer Bewohner.

Nach dem Besuch der Kathedrale lassen wir uns durch die Stadt und ihre Geschichte treiben. So lädt insbesondere die Prachtmeile Cours Mirabeau südlich der Altstadt zum Flanieren oder zum gemütlichen Verweilen in einem der zahlreichen Cafés ein. Das berühmteste dieser zahlreichen Cafés ist das  Deux Garçons, das als Treffpunkt vieler berühmter Literaten und Künstler wie etwa Emile Zola, Paul Cézanne, oder Jean Cocteau galt. Hier können Sie noch eine kleine Mahlzeit genießen, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machen.

Diese Reise wird geleitet von Dr. Manuela Zardo und Dr. Gerhard Wohlmann

 

PREISE

€ 2.380,- p.P. im DZ
Zuschlag DZ als EZ € 440,-


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Inkludierte Leistungen
  • 5 Ü/F im  *****Hotel d’Europe in Avignon
  • 5 provenzalische Degustationsmenüs inkl. Weine
  • 1 Weingedustation mit Kellereibeschtigung
  • Programm wie beschrieben inkl. Führungen und Eintrittsgelder
  • Transfer vom und zum Flughafen Marseille zur angegebenen Zeit
Bemerkungen zu Ihrer eigenen Anreise

Sie können Avignon mit Ihrem PKW, mit dem ICE/TGV und per Flug erreichen.

Wir empfehlen Ihnen den LH-Direktflug ab oder über München um 15.25 Uhr zu buchen, der in Marseille um 17.00 Uhr landet und den Rückflug ab Marseille um 17.40 Uhr. Zu diesen Flügen werden wir einen Transfer organisieren.

Anmeldung

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