München

Führungsprogramm Okt. 2018 bis Febr. 2019

München

Für das Herbst/Winter-Semester 2018/19 haben wir wieder eine Reihe von Führungen in München geplant, die von Oktober 2018 bis Februar 2019 einmal monatlich stattfinden werden. Es handelt sich um aktuelle Ausstellungen, die in verschiedenen Museen präsentiert werden. Wir wollen wieder eine kleine Gruppe von Incontrianer bilden (max. 20 Teilnehmer), die sich regelmäßig treffen und Spaß am vielfältigen kulturellen Angebot in der Stadt haben.

Sie werden vom Münchener Kunsthistoriker Dr. Gerhard Wohlmann geführt, der Sie sachlich und kompetent, aber auch humorvoll und légère durch die verschiedenen Ausstellungen begleiten wird. Worum es geht und was Sie erwartet, entnehmen Sie bitte den nachstehenden Beschreibungen.

Die Teilnahme an den 5 Führungen kostet 100 € pro Person exklusive Eintrittskarten, die Sie sich bitte selbst vor Ort besorgen. Die Buchung einzelner Führungen ist nicht möglich. Sie haben aber die Möglichkeit, wenn Sie mal verhindert sind, jemanden an Ihrer Stelle teilnehmen zu lassen. Die Treffpunkte sind immer im Kassenraum der jeweiligen Museen, in der Hypo Kunsthalle im oberen Kassenraum, an den angegebenen Tagen und Uhrzeiten.

Bei Interesse schreiben Sie uns bitte eine Email unter incontri@incontri.de, damit wir Ihnen einen Platz reservieren können.

 

4. Oktober 2018 - 15.00 Uhr

Jörg Immendorff

 Haus der Kunst

14.09.18 — 27.01.19

Erst Ende der 1970er-Jahre fasste Immendorff (1945-2007) den Entschluss, seine Dreifach-Existenz als politischer Aktivist, Lehrer und Maler ganz auf die Seite der Kunst zu verlagern. Dabei markiert das Jahr 1976 in mancher Hinsicht ein Schlüsseljahr: Immendorff beteiligte sich an der Biennale in Venedig mit einer Flugblattaktion, die die „Freiheitsberaubung“ in der DDR attackiert und internationale künstlerische Kooperation als Vehikel zu ihrer Überwindung fordert; daran anschließend folgte 1978 der Einstieg in den Café Deutschland-Zyklus, angeregt durch Renato Guttusos Café Greco, das Immendorff in einer Ausstellung in Köln gesehen hatte. 

Mit der Arbeit am Café Deutschland-Zyklus gewinnt Immendorffs Malerei in Duktus und Farbigkeit an Expressivität, mit der er sich gleichzeitig von der ideologisch gefärbten Emblematik befreit. Der hier eingeleitete Veränderungsprozess mit seiner formalen und inhaltlichen Öffnung entwickelte sich in den letzten Werkphase zu einer bildsprachlichen „Lichtung“ im Sinne einer neuen malerischen Kraft und Leichtigkeit, die Immendorff selbst einmal als „Befreiungsschlag“ bezeichnet hat: „Ich bin froh, dass sie auf Grund ihrer radikalen Konzentration nicht mehr selbstverständlich die Frage nach der Fabel provozieren. Ich habe in ihnen Schritt für Schritt das erzählende Lametta hinweggerafft, so dass die Faktur von Form und Farbe wie von selbst im Mittelpunkt steht.“

Die Retrospektive wird ca.100 Werke umfassen. Sie folgt keiner strengen Chronologie der Werke, vielmehr wird sie entscheidende Schwerpunkte der Werkentwickelung in Kapitel darstellen.

 

11. November 2018 - 15.00 Uhr

Lust der Täuschung

Von antiker Kunst zur Virtual Reality

 Hypo Kunsthalle

voraussichtlich 17. August 2018 – 13. Januar 2019

 »Die Welt will betrogen sein«, besagt ein altes Sprichwort, und in der Kunst kann das Getäuschtwerden sogar Freude machen. Seit der Antike nutzen Künstler immer neue Techniken, um unsere Wahrnehmung zu manipulieren und uns mit ihrer Kunstfertigkeit zu verblüffen. Ob perfekte Material-Nachahmungen, das Erzeugen von Dreidimensionalität oder – höchst aktuell – von virtuellen Welten, in die man voll eintaucht, statt sie nur zu betrachten: Mit rund 100 Werken aus Malerei, Skulptur, Fotografie, Video und Design sowie mit raumgreifenden Medien-Installationen bietet die Ausstellung einen höchst abwechslungsreichen Parcours durch die (Kunst-)Geschichte und die visuellen Spielformen von Schein und Illusion.

 

19. Dezember 2018 - 15.15 Uhr

Königsschlösser und Fabriken. Ludwig II. und die Architektur

Pinakothek der Moderne
Architekturmuseum der TU München
26.09.2018  ‐  13.01.2019

Die anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der TU München geplante Ausstellung beleuchtet das Architekturgeschehen im Königreich Bayern zur Zeit Ludwigs II. (reg. 1864-1886). In der Ausstellung soll erstmals eine Gesamtschau der unter seiner Ägide errichteten Bauten und nicht realisierten Projekte präsentiert werden. Im Fokus stehen daher nicht nur die weltberühmten Königsschlösser und die spektakulären Theaterprojekte, die im direkten Auftrag Ludwigs II. entstanden, sondern auch die öffentliche und private Bautätigkeit seiner Zeit. Dazu zählen so prominente Gebäude wie das Münchner Rathaus, die Münchner Akademie der Bildenden Künste oder das Bayreuther Festspielhaus, aber auch weniger bekannte, jedoch architektur- und kulturgeschichtlich herausragende Bauwerke wie zum Beispiel der Ursprungsbau der »Neuen Polytechnischen Schule« in München, die Synagogen in München und Nürnberg, die Fabrikbauten des Augsburger Textilviertels oder die ephemeren Architekturen für die 1882 in Nürnberg veranstaltete „Bayerische Landes-, Industrie-, Gewerbe-, und Kunstausstellung“. 

 

23. Januar 2019 - 15.00 Uhr

Thomas Hirschhorn »Never Give Up The Spot«

Villa Stuck

18. Oktober 2018 bis 3. Februar 2019

Das Jahr endet mit einer Ruinenlandschaft von Thomas Hirschhorn im Ateliergebäude. Der Ort, an dem alles begann als Ruine, bedeutet für den Künstler allerdings kein Ende – im Gegenteil, der auffordernde Titel seiner Ausstellung »Never Give Up The Spot«, kuratiert von Roland Wenninger, kann programmatisch für das Museum gelten. In der raumgreifenden Arbeit, speziell für das Museum Villa Stuck entstanden, »trifft Zerstörung auf Kreation. Ausgangspunkt ist eine (gefakte) Ruinenlandschaft, in die sich die Ausstellungsräume verwandeln. In der Ruine wird dem gleichzeitigen Kontakt oder Konflikt von Zerstörung und Schöpfung Form gegeben. In der Ruine wird etwas konstruiert, im Chaos findet Kreation statt,« beschreibt es Thomas Hirschhorn selbst. Die Ruine weist auf eine Zukunft, die aus ihr entstehen kann, wenn man seine Überzeugung nicht aufgibt.

 

27. Februar 2019 - 15.00 Uhr

Erzählen in Bildern - Leopold Bode und Edward von Steinle

Sammlung Schack
22.11.2018  ‐  10.03.2019

Zu den reizvollsten, heute aber kaum mehr bekannten Facetten der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts gehören die erzählenden mehrteiligen Bilderfolgen, die Maler der Spätromantik wie Moritz von Schwind, Edward von Steinle und Leopold Bode geschaffen haben. Mittelalterliche Sagen, die Komödien von Shakespeare, Schillers Balladen, die Märchen von Brentano lieferten die Vorlagen für sorgfältig komponierte und ausgearbeitete Bilderzyklen, die als kostbare Sammlerstücke in reich verzierten Rahmen präsentiert wurden. Ausgehend vom Bestand der Sammlung Schack und wesentlich bereichert durch Leihgaben aus Museen und Privatbesitz zeigt die Ausstellung rund dreißig Gemälde und Zyklen Edward von Steinles und Leopold Bodes.

 

 

 

 

 

 

 


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