München

PROGRAMM OKTOBER 2019 BIS FEBRUAR 2020

TERMIN: Führungsprogramm Oktober 2019 bis Februar 2020 -
München

Für das Herbst/Winter Semester 2019/2020 haben wir wieder eine Reihe von Führungen in München geplant, die von Oktober 2019 bis Februar 2020 einmal monatlich stattfinden werden. Es handelt sich um aktuelle Ausstellungen, die in verschiedenen Museen präsentiert werden. Wir wollen wieder eine kleine Gruppe von Incontrianer bilden (max. 20 Teilnehmer), die sich regelmäßig treffen und Spaß am vielfältigen kulturellen Angebot in der Stadt haben.

Sie werden vom Münchener Kunsthistoriker Dr. Gerhard Wohlmann geführt, der Sie sachlich und kompetent, aber auch humorvoll und légère durch die verschiedenen Ausstellungen begleiten wird. Worum es geht und was Sie erwartet, entnehmen Sie bitte den nachstehenden Beschreibungen.

Die Teilnahme an den 5 Führungen kostet 100 € pro Person exklusive Eintrittskarten, die Sie sich bitte selbst vor Ort besorgen. Die Buchung einzelner Führungen ist nicht möglich. Sie haben aber die Möglichkeit, wenn Sie mal verhindert sind, jemanden an Ihrer Stelle teilnehmen zu lassen. Die Treffpunkte sind immer im Kassenraum der jeweiligen Museen, in der Hypo Kunsthalle im oberen Kassenraum, an den angegebenen Tagen und Uhrzeiten.

Bei Interesse schreiben Sie uns bitte eine Email unter incontri@incontri.de, damit wir Ihnen einen Platz reservieren können.

 

02.10. 19     15: 00 Uhr     Hypo Kunsthalle                   

 

In einem neuen Licht: Kanada und der Impressionismus

 

Zum ersten Mal in Europa präsentiert die Kunsthalle München Meisterwerke kanadischer Impressionisten vom späten 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Ihre Spur führt zunächst nach Paris, wo sich viele kanadische Maler ausbilden ließen. Einige blieben in Europa, andere kehrten in ihre Heimat zurück – mit einem vom Impressionismus geprägten Interesse, die Stimmung des Augenblicks einzufangen. Neben Szenen aus dem kanadischen Alltag schufen sie Landschaftsbilder, in denen sie das einzigartige Licht und die Natur des Nordens festhielten. Schließlich emanzipierten sich viele Maler und Malerinnen vom europäischen Impressionismus und schufen für ihre junge Nation eine ganz eigene, unverwechselbare Kunst.

 

06.11. 19        15:00  Uhr        Pinakothek der Moderne - Architekturmuseum der TU München 

 

BALKRISHNA DOSHI - ARCHITECTURE FOR THE PEOPLE

 

Balkrishna V. Doshi (*1927 in Pune, Indien) ist Architekt, Städteplaner und Lehrer. Er zählt zu den einflussreichsten Pionieren moderner Architektur in Indien. Doshis Lebenswerk wurde 2018 mit dem Pritzker-Preis geehrt, der weltweit renommiertesten Auszeichnung für Architektur. Seit den 1950er-Jahren hat Doshi mehr als 100 Gebäude realisiert, darunter Verwaltungs- und Kultureinrichtungen, Siedlungen und Wohnhäuser. International bekannt wurde er durch seine visionären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein großes Engagement im Bildungsbereich.
Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Louis Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete. Ausgehend von deren moderner Formensprache hat er jedoch ein ganz eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht

 

04.12. 19           15:00 Uhr          Haus der Kunst

 

Markus Lüpertz: Die Zone der Malerei

 

Im Herbst 2019 präsentiert das Haus der Kunst eine umfassende Einzelausstellung zum Werk von Markus Lüpertz (*1941), die die unterschiedlichen Aspekte seiner spezifischen Bildsprache aufgreift. Lüpertz zählt zu den zentralen Künstlerfiguren der deutschen Nachkriegszeit. Seine Arbeit wurde vielfach kontrovers diskutiert.

Lüpertz arbeitet gegen bekannte ästhetische Kategorien, um eine eigene Zone in der Malerei zu etablieren. Banale Objekte erhalten eine sakrale Qualität, die man ihnen normalerweise nicht zuschreibt. Seit Beginn seiner Karriere steht im Mittelpunkt seines Schaffens die Idee von etwas unwiederbringlich Verlorenem, das in großen Teilen mit der Apokalypse in der jüngeren deutschen Geschichte zusammenhängt.
Ein Kapitel der Ausstellung zeigt Arbeiten, bei denen der Betrachter mit der Funktionalisierung von Kunst in den Jahren 1933 bis 1945 konfrontiert ist.

 

08.01. 20           15:00 Uhr          Hypo Kunsthalle          

 

Die Fäden der Moderne : Matisse – Lurçat – Miró

 

Französische Gobelins von 1918 bis heute

Seit über 400 Jahren steht die Pariser Gobelin-Manufaktur für Webkunst von höchster Qualität. Anhand einer Vielzahl großformatiger Tapisserien spannt die Ausstellung den Bogen vom Ende des Ersten Weltkriegs bis in die Gegenwart und zeigt, wie überraschend modern dieses noble Handwerk tatsächlich ist. In Zusammenarbeit mit den namhaftesten französischen und internationalen Künstlern – unter ihnen Henri Matisse, Pablo Picasso, Le Corbusier, Joan Miró und Louise Bourgeois – entstanden in der Gobelin-Manufaktur textile Meisterwerke, die nun zum ersten Mal in Deutschland präsentiert werden.

 

 

05.02. 20                15:00 Uhr               Haus der Kunst

 

Innenleben : Njideka Akunyili Crosby, Leonor Antunes, Henrike Naumann, Adriana Varejão

 

Unsere Gegenwart zeichnet sich durch eine zunehmende Veräußerung des Inneren aus. Ohne Scham und Skrupel werden Privatleben und Intimsphäre in sozialen Medien veröffentlicht und bewertet. Trotz dieser neuen Dimension eines fast pornografischen Exhibitionismus des Einzelnen, wird  zunehmend unklarer, welche politischen Haltungen, historische Verkettungen, aber auch welche psychischen Zustände und sozialen Bindungen die Identität des Einzelnen tatsächlich ausmachen.

Die vier Künstlerinnen widmen sich diesem Thema in sehr unterschiedlicher Weise. ihrer Wahlheimat Amerika und ihrer Heimat Nigeria – formt. Inspiriert von Fotografie, Mode, Architektur und Design sowie ihrer eigenen Familiengeschichte zeigen Akunyili Crosbys Werke oft häusliche Räume, die die faszinierende Imagination eines neuen afropolitischen Lebensgefühls visualisieren.

Für Leonor Antunes stehen Migration und Transformation von Form und Ideen über zeitliche und geografische Räume hinaus im Zentrum.

Adriana Varejão hingegen thematisiert in ihren viszeralen Skulpturen und Gemälden die Präsenz der durch Gewalt geprägten, kolonialen Geschichte Brasiliens. Vielfach verwendet sie das Motiv der Mauer, der Grenze zwischen Innen und Außen, aus deren brüchig gewordener Textur die unterdrückte, gewaltgeladene Vergangenheit in die Gegenwart zu quellen scheint.

Henrike Naumann , die sich in ihren immersiven Rauminstallationen mit der deutsch-deutschen Vergangenheit und rechtsextremer Ideologie beschäftigt. Sie untersucht die Mechanismen der Radikalisierung und erkundet, wie diese sich im Raum manifestieren.

 

 

 

 


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