München

PROGRAMM MÄRZ BIS AUGUST 2019

TERMIN: Führungsprogramm März bis August 2019 -
München

Für das Frühling/Sommer Semester 2019 haben wir wieder eine Reihe von Führungen in München geplant, die von März bis August 2019 einmal monatlich stattfinden werden. Es handelt sich um aktuelle Ausstellungen, die in verschiedenen Museen präsentiert werden. Wir wollen wieder eine kleine Gruppe von Incontrianer bilden (max. 20 Teilnehmer), die sich regelmäßig treffen und Spaß am vielfältigen kulturellen Angebot in der Stadt haben.

Sie werden vom Münchener Kunsthistoriker Dr. Gerhard Wohlmann geführt, der Sie sachlich und kompetent, aber auch humorvoll und légère durch die verschiedenen Ausstellungen begleiten wird. Worum es geht und was Sie erwartet, entnehmen Sie bitte den nachstehenden Beschreibungen.

Die Teilnahme an den 6 Führungen kostet 120 € pro Person exklusive Eintrittskarten, die Sie sich bitte selbst vor Ort besorgen. Die Buchung einzelner Führungen ist nicht möglich. Sie haben aber die Möglichkeit, wenn Sie mal verhindert sind, jemanden an Ihrer Stelle teilnehmen zu lassen. Die Treffpunkte sind immer im Kassenraum der jeweiligen Museen, in der Hypo Kunsthalle im oberen Kassenraum, an den angegebenen Tagen und Uhrzeiten.

Bei Interesse schreiben Sie uns bitte eine Email unter incontri@incontri.de, damit wir Ihnen einen Platz reservieren können.

 

13. März 2019 - 15:15  Uhr  - Hypo Kunsthalle

 

Samurai

Pracht des japanischen Rittertums.
Die Sammlung Ann und Gabriel Barbier-Mueller

 

Über Jahrhunderte prägten die Samurai die Geschichte Japans – nicht nur als Krieger, sondern auch als politische Elite. Ihr Mythos erzählt von Tapferkeit und Disziplin, von Loyalität und nobler Selbstaufopferung – aber auch von Verrat, Intrigen und erbarmungsloser Gewalt. Ihre mit höchster Handwerkskunst aus edlen Metallen und kostbaren Stoffen hergestellten Rüstungen waren nicht nur wirkungsvolle Schutzpanzer, sondern auch imposante Statussymbole. Die Ausstellung lässt anhand prächtigster Exponate die spannungsvolle Geschichte des japanischen Rittertums lebendig werden.

 

10. April 2019 -  15.00 Uhr  - Bayerisches Nationalmuseum                  

             

Barocker Luxus

 

Das Bayerische Nationalmuseum zeigt auf 1300 qm rund 1600 Kostbarkeiten aus Barock und Rokoko in zwölf völlig neuen Sälen. Sie führen Prunk und Lebenslust der höfischen Welt vor Augen und präsentieren Meisterleistungen der Kunst und des Kunsthandwerks.

Dazu zählen Elfenbeinskulpturen, das ganze Spektrum europäischer Festkultur: Frühes Meißener, Nymphenburger und Frankenthaler Porzellan, das mit herausragenden figürlichen Tafelaufsätzen und Geschirren vertreten ist, eine hochkarätige Möbelsammlung, die durch Stücke aus der Werkstatt der Kunstschreinerfamilie Roentgen brilliert.

Drei Säle sind den Themen Musik und höfisches Spiel gewidmet. Den „letzten Schrei“ aus der Welt des Barock und Rokoko zeigt der Kostümsaal mit Damenkleidern und Herrenröcken sowie modischen Accessoires.

 

08. Mai 2019 - 15:00 Uhr  - Haus der Kunst

 

El Anatsui.  Triumphale Größe

 

Der ghanaische Bildhauer El Anatsui (*1944 in Anyako) ist vielleicht der bekannteste lebende afrikanische Künstler. Die Ausstellung – seine bislang größte und komplexeste überhaupt – wird Themen und künstlerische Anliegen aus seiner facettenreichen, inzwischen fünfzig Jahre umfassenden Karriere abdecken. Wie der Titel andeutet, konzentriert sich die Ausstellung auf das Triumphale und Monumentale in Anatsuis skulpturalem Werk, von den typischen Arbeiten aus Kronkorken und gewebten Aluminiumstreifen aus den letzten zwei Jahrzehnten über die Holzskulpturen und Reliefs aus den 1970er bis 1990er-Jahren bis zu den Keramikskulpturen der 1970er-Jahre; hinzu kommen Installationen, Zeichnungen, Drucke und Bücher. Auch wird Anatsui mehrere neue Skulpturen schaffen, die auf die Monumentalarchitektur des Museums reagieren, darunter eine Arbeit unter freiem Himmel für die Fassade des Gebäudes.

Seit Ende der 1960er-Jahre hat Anatsui die plastischen Möglichkeiten der Skulptur konzeptuell reich, tief strukturiert und vielseitig ausgeschöpft. Gleichzeitig hat er sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie ein autonomes und zeitgenössisches skulpturales Modell inmitten der opulenten skulpturalen Innovationen des klassischen afrikanischen Kunstkanons platziert werden kann. Seine frühen Werke basierten auf der Schlichtheit und Bescheidenheit jederzeit verfügbarer Materialien. Diese Materialien und ihre Existenz als alltägliche oder handwerkliche Objekte stellten eine kritische Antwort auf den Formalismus der westlichen akademischen Regeln dar, nach denen er als Kunststudent ausgebildet worden war, und zugleich auf die traditionellen afrikanischen Skulpturen, die ihn umgaben.

Die Ausstellung zeigt Anatsuis einzigartiges Verständnis der dialektischen Beziehung zwischen der physischen Präsenz von Skulptur und ihrer Fähigkeit, neue historische Bedeutung zu vermitteln.

 

05. Juni 2019  -  15:00 Uhr  -  Residenz

 

Königsbau der Residenz mit Nibelungensälen

 

Nach zehn Jahren umfangreicher Restaurierung und Sanierung ist die größte urbane Schlossanlage Deutschlands wieder zugänglich.

Die Prunksäle des Königsbaus, sowie die Nibelungensäle erstrahlen in neuem Glanz. Zudem wurden die bisher nicht zugänglichen Räume der Bediensteten hinter den Prunksälen zu Museumsräumen umgestaltet und zeigen nun die Schätze der Residenz, die bisher in Depots lagerten.

 

 

03. Juli 2019  - 15:00  Uhr  - Stadtmuseum                     

 

Die fabelhafte Kunst des Carl Strathmann (1866-1939)

 

Die Kunst Carl Strathmanns ist skurril, bizarr, originell, in jedem Fall entzieht sie sich weitläufigen Kategorisierungen. Mit einer ornamentverliebten Detailversessenheit schuf sich der Jugendstilkünstler eigene Welten von karikaturhaften Märchen, fantastischen Blumenstillleben und Landschaften, symbolistischen Salonbildern und kunstgewerblichen Entwürfen. Im Münchner Stadtmuseum befindet sich sein künstlerischer Nachlaß, der alle Aspekte seines Œuvres abdeckt. Unter anderem finden sich hier auch zahlreiche seiner (Haupt-)Werke, die allgemein als verschollen oder zerstört gelten. Diese Ausstellung bietet die Gelegenheit mit Carl Strathmann eine besonders aufregende Künstlerpersönlichkeit Münchens um 1900 zu entdecken und sich von seiner Kunst faszinieren zu lassen.

 

 07. August  2019 - 15:00 Uhr  - Kunstfoyer BVK

 

Saul Leiter

 

Mit Kollegen wie Robert Frank und Diane Arbus gestaltete Saul Leiter (1923-2013) die Fotografie der 1940er und 1950er mit, die die Kunsthistorikerin Jane Livingston später als die New York School of Photographers bezeichnete.

Leiters Beitrag zur Fotografie ist bedeutend. Seine abstrahierten Formen und innovativen Kompositionen sind von einer malerhaften Qualität, die aus der Arbeit der anderen Vertreter der New York School herausragt. Seine Ambitionen als Maler zeigen sich in seinen bemalten Aktfotos, auf die er Lagen von Gouache und Wasserfarbe auftrug. Martin Harrison schrieb: „Saul Leiters Vision beruht auf einer schnellen Wahrnehmung von spontanen Ereignissen. Konfrontiert mit einem dichten Datennnetz, flüchtigen Momenten in Zeit und Raum wendet er eine Vielzahl von Strategien an – schräge Ausschnitte, komplexe, sich überschneidende Ebenen und mehrdeutige Spiegelungen – um eine urbane Bildsprache zu entwickeln, die abwechselnd voller Zuneigung, modern und eindringlich ist.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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